film | presse | credits | festivals | contact
NEWS

Das Filmmuseum München präsentiert in seiner "Edition Filmmuseum" die neue rekonstruierte Fassung von DIE FREUDLOSE GASSE. Es ist einer der großen Klassiker des deutschen Stummfilms, der einzige Film, den die beiden Stummfilm-Stars Asta Nielsen und Greta Garbo zusammen gedreht haben, und der G.W.Pabst zum Durchbruch als Filmregisseur verhalf.

Als Bonusmaterial für diese DVD hat das Filmmuseum die seit Jahren nicht mehr gezeigte Filmdokumentation über G.W.Pabst DER ANDERE BLICK ausgewählt. Hierbei handelt es sich um eine für diese DVD-Edition von den Regisseuren Hannah Heer und Werner Schmiedel auf 111 min. gekürzte Version, die mit einem neuen Soundtrack versehen wurde.

Bestellen Sie direkt bei Amazon.de

———————

“I was strongly impressed
with the high standard of work done
by Ms. Heer and Mr. Schmiedel.
— Fred Zinnemann ("High Noon")

 

"Als Essayfilm konzipiert, geht DER ANDERE BLICK in seiner visuellen Eindringlichkeit weit über sein Genre hinaus.
Um die Person des österreichischen Filmregisseurs G.W.Pabst weben die Autoren ein dichtes Netz unterschiedlicher Beobachtungen, um an Hand differenzierter Befunde die Entwicklung jener - wie es zunächst scheint - untadeligen Filmikone zu untersuchen. Vor dem Hintergrund einer langen, sorgfältigen Recherche entstand eine Dokumentation, die Nachdenklichkeit hervorruft, ohne sich voyeuristischer Reportagemethoden zu bedienen.
An der subtilen filmischen Operationsweise intensiver Beobachtungen brechen sich individuelle Schicksale und werden die Facetten des Filmpioniers G.W.Pabst wie in einem Drama mikroskopisch freigelegt. Und doch bleibt am Ende alles offen.
Die materielle Welt der Portraits, ihre stoffliche Realität, transformiert Hannah Heer als Cinematographin in schwebende Farbmuster, erzeugt immaterielle Lichtsituationen, einen Dialog von Film und Malerei. Ihre ästhetische Terminologie kommentiert und kontrapunktiert die inhaltlichen Aussagen.
Die absolute Präsenz der Farbe erzeugt einen eigenen, zweiten Rhythmus im Film. Geometrische Farbmuster verschieben sich gegeneinander, bilden eine eigene Syntax, ein autonomes, malerisches Gefüge, das dabei nie den konkreten Bezug zur "Geschichte" verliert.
So bietet der Film unterschiedliche Sehweisen, verschiedene Methoden der Wahrnehmung an und verlangt von seinem Betrachter unterschiedliche Formen der Aufmerksamkeit.
Die 130 Minuten Spannung basieren nicht zuletzt auf dem komplizierten visuellen und intellektuellen Apparat, mit dem Hannah Heer und Werner Schmiedel in diesem Film in komplexer Weise operieren. Das präzise historische Inventar und die formalen Aspekte der filmischen Umsetzung lassen das Resultat als faszinierendes Beispiel interdisziplinärer Kunst erscheinen, das Malerei, Photographie, Film und politische Botschaft in einer eindrucksvollen Synthese neu definiert."
— Brigitte Huck, Kunsthistorikerin, Kuratorin
MAK
- Österreichisches Museum für Angewandte Kunst, Wien, 1992

   

riverlightspictures@gmail.com